Cyclarity veröffentlicht Sicherheitsdaten zu Atherosklerosetherapeut
Eine toxische Form von Cholesterin lagert sich in Blutgefäßen ab und begünstigt die Entstehung von Atherosklerose. Cyclarity Therapeutics hat nun Sicherheitsdaten aus einer Phase-1-Studie zu einem Wirkstoff veröffentlicht, der dieses Cholesterin bindet und aus dem Körper entfernt. Es ist ein frühes, aber notwendiges Ergebnis auf dem Weg zu einer wirksamen Behandlung.
Atherosklerose gehört zu den häufigsten Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In den Fettablagerungen (Plaques), die sich in Blutgefäßen bilden, reichert sich eine Substanz namens 7-Ketocholesterin (7KC) an. Dabei handelt es sich um eine oxidierte Form von Cholesterin, die für Zellen toxisch ist und Entzündungen in der Gefäßwand fördert.
Cyclarity Therapeutics setzt auf ein ringförmiges Zuckermolekül (Cyclodextrin), das 7KC einschließen und aus dem Körper transportieren kann. Das Konzept ist nicht neu: Cyclodextrine werden bereits als Hilfsstoffe in Medikamenten verwendet. Neu ist hingegen ihre gezielte Anwendung gegen 7KC bei Atherosklerose.
Phase 1: Sicherheit als erster Schritt
Eine Phase-1-Studie zielt in erster Linie auf die Sicherheit ab, nicht auf die Wirksamkeit. Die Studie zeigt, dass der Wirkstoff bei den getesteten Dosierungen bei keinem Teilnehmer schwerwiegende unerwünschte Ereignisse auslöste. Das ist ein notwendiges erstes Ergebnis, sagt aber noch nichts darüber aus, ob das Medikament Atherosklerose tatsächlich reduziert.
Die nächste Frage lautet, ob eine Senkung von 7KC im Blut auch zu weniger Plaquebildung in den Gefäßen führt und letztlich Herzinfarkte und Schlaganfälle verhindert. Um das zu beantworten, sind größere, längere und kontrollierte Studien erforderlich.
7KC als zusätzlicher Angriffspunkt
Aktuelle Behandlungsansätze bei Atherosklerose konzentrieren sich vor allem auf die Senkung des LDL-Cholesterins durch Statine. 7KC stellt ein anderes Ziel dar: Es wird durch Statine nicht reduziert und ist mit Standardbluttests kaum zu messen. Wenn 7KC tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zur Plaquebildung und Entzündung leistet, könnte eine ergänzende Behandlungsstrategie die bestehenden Therapien sinnvoll erweitern.
Die Therapie befindet sich noch in einem frühen Stadium. Für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ändern sich durch diese Veröffentlichung die Behandlungsmöglichkeiten kurzfristig nicht.