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Forschung · Herz & Gefäße

Winzige Hirngefäße könnten häufige Schlaganfälle verursachen

Redaktion LongevityWatch · 7. Juli 2026 · 1 min · English

Ärzte behandeln eine häufige Schlaganfallart seit Jahrzehnten mit Blutverdünnern und gerinnselauflösenden Medikamenten. Doch neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass sie dabei möglicherweise an der falschen Ursache angesetzt haben. Das eigentliche Problem scheint tief im Inneren des Gehirns zu liegen.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eine weit verbreitete Schlaganfallform – bekannt als Lakunarinfarkt, bei der kleine Bereiche des Hirngewebes absterben – möglicherweise nicht in erster Linie durch Fettablagerungen in großen Arterien verursacht wird, sondern durch erweiterte und geschädigte kleine Blutgefäße tief im Gehirn. Diese Gefäße sind nicht mehr in der Lage, eine ausreichende Durchblutung sicherzustellen. Die Forschenden sehen darin eine Erklärung dafür, warum Standardbehandlungen wie Aspirin bei dieser Schlaganfallart weniger wirksam sind als bei anderen.

Kleine Gefäße, große Folgen

Der Befund ist für die Longevity-Forschung bedeutsam, weil Schäden an den kleinen Hirnblutgefäßen – eine Erkrankung, die als zerebrale Mikroangiopathie oder zerebrale Kleingefäßerkrankung bezeichnet wird – mit kognitivem Abbau im späteren Leben in Verbindung gebracht werden. Menschen, die einen Lakunarinfarkt erleiden, haben ein erhöhtes Demenzrisiko. Wenn die eigentliche Ursache dieses Schlaganfalls eine andere ist als bisher angenommen, müsste der Ansatz bei Vorbeugung und Behandlung grundlegend überdacht werden.

Forschende fordern nun Therapien, die direkt auf die kleinen Hirngefäße abzielen, statt auf jene Gerinnungssysteme, die für Erkrankungen großer Arterien konzipiert wurden. Das wäre ein grundlegend anderer therapeutischer Ansatz.

Was noch ungeklärt bleibt

Die über Science Daily berichtete Studie stützt sich auf assoziative Belege: Der stärkste nachgewiesene Zusammenhang betrifft erweiterte und geschädigte Gefäße tief im Gehirn. Ein Beweis für Ursache und Wirkung ist das noch nicht. Größere klinische Studien sind erforderlich, um zu bestätigen, ob Therapien, die auf die kleinen Hirngefäße abzielen, tatsächlich bessere Ergebnisse liefern als die bisherigen Behandlungsansätze.

Für Menschen über sechzig, bei denen Kleingefäßerkrankungen häufiger vorkommen, könnte diese Forschungsrichtung Schlaganfallbehandlung und Demenzprävention langfristig enger zusammenführen. Diese Perspektive verdient Aufmerksamkeit – auch wenn abschließende Schlussfolgerungen noch auf sich warten lassen.

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Suchbegriffe zur Vertiefung: zerebrale Kleingefäßerkrankung kognitiver Abbau, Lakunarinfarkt Mikroangiopathie, Hirngefäßschäden Demenzrisiko

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